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Steuererklärung·Veröffentlicht 12. November 20244 Min. Lesezeit

Steuererklärung aus Deutschland einreichen

Die Abgabe aus dem Ausland ist Standard. Die Income Statements werden abgerufen, die Erstattung geht auf ein australisches oder ausländisches Konto.

Schnelle Antwort

Du musst nicht in Australien sein, um einzureichen. Eine australische Erklärung lässt sich von überall abgeben, für jedes Jahr, in dem du australisches Einkommen hattest, auch für längst zurückliegende.

Was wird nach der Abreise tatsächlich schwerer?

Der Zugang, nicht die Erklärung. Die steuerliche Lage ist identisch, ob du in Brisbane oder in Berlin sitzt. Was sich ändert: Jeder Prüfschritt unterstellt eine australische Telefonnummer, eine australische Adresse und ein australisches Ausweisdokument in Reichweite.

Daran scheitert die Abgabe aus dem Ausland. Ein Behördenkonto an einer toten australischen SIM empfängt seine Codes nicht, ein ATO-Brief geht an ein Hostel, das nichts nachsendet, und eine Hotline ist eine Stunde Warteschleife um 3 Uhr nachts deiner Zeit. Nichts davon ist ein Steuerproblem, und alles davon verhindert, dass Erklärungen eingereicht werden.

Was brauchst du tatsächlich?

Weniger als die meisten annehmen, denn die Einkommensaufzeichnung existiert bereits in den ATO-Systemen. Arbeitgeber melden Löhne und Einbehalt über Single Touch Payroll, ein Schuhkarton verlorener Payslips ist also selten die Hürde.

  • Deine TFN, die dauerhaft ist und mit deiner Ausreise nicht verfällt
  • Passdaten für die Identitätsprüfung
  • Ein noch offenes australisches Bankkonto für die Erstattung
  • Angaben zu ABN- oder Contractor-Einkommen, hinter dem keine Meldung steht
  • Belege für alle Werbungskosten, die du geltend machen willst

Unersetzlich auf dieser Liste ist allein das Bankkonto. Eine Erstattung, die das ATO nicht auszahlen kann, bleibt veranlagt, aber unzugestellt liegen, bis aus dem Ausland eine Alternative organisiert ist, und das ist langsamer und mehr Papierkram, als das Konto noch ein paar Monate offen zu lassen.

Wann ist die Frist, und verschiebt sie sich?

Der 31. Oktober nach Ende des Steuerjahres gilt für die Selbstabgabe. Eine über einen registrierten Steuerberater eingereichte Erklärung fällt in der Regel unter einen begünstigten Termin weit im Folgejahr, eine verpasste Oktoberfrist ist also nicht das Problem, als das sie aussieht.

Es gibt auch den umgekehrten Fall. Wer mitten in einem Steuerjahr ausgereist ist und nicht zurückkommt, kann manchmal schon vor dem 30. Juni eine vorgezogene Erklärung für das Teiljahr abgeben und die Erstattung nach vorn holen.

Wie lange dauert die Erstattung?

Im unkomplizierten Fall etwa 14 Werktage ab Einreichung, ausgezahlt in australischen Dollar auf ein australisches Konto. Es kann schneller gehen und deutlich länger dauern, wenn das ATO eine manuelle Prüfung anwendet.

Bei Auslandsadressen kommt es häufiger zu solchen Prüfungen, besonders bei einer ersten Erklärung oder einer erst kürzlich ausgegebenen TFN. Das ist eine Verzögerung und keine Ablehnung, und was sie verkürzt, sind konsistente Identitätsangaben über Pass, Visum und TFN-Datensatz hinweg.

Was ist mit Jahren, die du nie eingereicht hast?

Sie sind weiterhin einreichbar, und bei ausgereisten Working Holiday Makern liegen dort oft die größten Beträge. Ein nicht eingereichtes Jahr verfällt nicht, und mehrere Jahre lassen sich in einem Durchgang erledigen.

Das zählt am meisten für alle, die ein erstes Jahr gearbeitet haben, nach Hause geflogen sind und sich nie darum gekümmert haben. Solche Jahre enthalten meist eine 45-%-Phase, bevor die TFN ankam, und eine nie beantragte Medicare-Levy-Befreiung.

Was, wenn du am Ende schuldest statt zu bekommen?

Das kommt vor. ABN-Einkommen ohne Einbehalt, ein Declaration-Formular mit zu Unrecht beanspruchtem Freibetrag und ein Jahr überwiegend bar bezahlter Arbeit sind die drei Situationen, die aus einer Erklärung einen Zahlbetrag machen.

Ist das das Ergebnis, stellt das ATO einen Bescheid mit Fälligkeitsdatum aus, und ein Zahlungsplan lässt sich vereinbaren. Es verschwindet nicht dadurch, dass du das Land verlassen hast, und eine offene Steuerschuld nimmt man ungern in einen künftigen australischen Visumsantrag mit. Wie das läuft, steht in unserem Guide zu ATO-Zahlungsplänen.

Hast du vor dem Abflug alles geklärt?

Die Abgabe aus dem Ausland ist Routine. Wie glatt sie läuft, hängt fast vollständig davon ab, was du zurückgelassen hast. Die folgenden Punkte sind vor dem Abflug deutlich leichter zu regeln.

  • Ob ein australisches Bankkonto noch offen ist, um die Erstattung zu empfangen.
  • Ob das ATO eine aktuelle Adresse von dir hat und nicht ein Hostel, das du vor zwei Jahren verlassen hast.
  • Ob deine Identitätsangaben über Pass, Visum und TFN-Datensatz hinweg konsistent sind.
  • Wie viele Steuerjahre nicht eingereicht sind, denn die lassen sich meist zusammen erledigen.
  • Ob eines dieser Jahre ABN-Einkommen enthielt, was aus einer Erstattung eine mögliche Schuld macht.
  • Ob die Super ebenfalls noch dort liegt, denn erst die Ausreise macht einen DASP-Antrag möglich.

Jedes Jahr wird in der Working-Holiday-Steuererklärung einzeln ermittelt, und du kannst für jedes davon vorab deine Steuererstattung schätzen.

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