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Arbeitsrechte·Veröffentlicht 5. Juli 20253 Min. Lesezeit

RSA-Zertifikat: brauchst du eines für Bars?

Ohne RSA bekommst du keinen Job, bei dem Alkohol ausgeschenkt wird. Der Kurs läuft online oder vor Ort, gilt je nach Bundesstaat und ist absetzbar.

Schnelle Antwort

Ein RSA ist gesetzlich erforderlich, bevor du in Australien irgendwo Alkohol servieren darfst. Der Kurs dauert drei bis fünf Stunden, kostet rund 90 $ und lässt sich meist online machen.

Was deckt der RSA-Kurs tatsächlich ab?

Die rechtlichen Pflichten, die auf der Person liegen, die den Drink einschenkt, und nicht nur auf dem Lizenzinhaber.

  • Anzeichen von Trunkenheit erkennen
  • Service rechtmäßig und ohne Eskalation verweigern
  • Die rechtlichen Pflichten von Personal und Betrieb
  • Alkoholbezogenen Schaden verhindern
  • Die Liquor-Licensing-Regeln des Bundesstaats

Ohne eines darfst du in einem lizenzierten Betrieb rechtlich keinen Drink servieren, und die Strafen treffen dich und den Betrieb, weshalb dich kein seriöser Arbeitgeber vor Vorliegen des Zertifikats einplant.

Wer braucht wirklich eines?

Jeder, dessen Rolle Alkohol serviert, verkauft oder ausgibt, und das ist eine breitere Gruppe als Barpersonal: Service in einem lizenzierten Restaurant, Arbeit im Spirituosenladen, Eventarbeit und Cellar-Door-Arbeit auf einem Weingut.

Back-of-House-Rollen wie Küchenarbeit und Reinigung brauchen rechtlich keines, viele Gastronomiebetriebe verlangen es trotzdem, weil es dich überall im Betrieb einsetzbar macht. Für einen Backpacker auf Jobsuche ist das meist das eigentliche Argument, es früh zu machen.

Funktioniert dein Zertifikat in jedem Bundesstaat?

Nein, und dieses Detail kostet Leute Geld. RSA wird auf Ebene der Bundesstaaten ausgestellt und reguliert: Ein Zertifikat aus Victoria erlaubt dir in Sydney nicht automatisch einzuschenken, und gegenseitige Anerkennung gibt es nur zwischen manchen Bundesstaaten.

New South Wales, Victoria und Queensland verlangen jeweils einen eigenen, landesrechtlich zugelassenen Kurs und eine eigene Kompetenzkarte. South Australia, Western Australia, Tasmania, das Northern Territory und das ACT akzeptieren national akkreditierte Einheiten mit Anerkennung zwischen den meisten von ihnen. Führt deine Route von Melbourne nach Sydney, plane einen zweiten Kurs ein.

Wie lange gilt es?

Je nach Bundesstaat. In drei Bundesstaaten läuft das Zertifikat gar nicht ab, in den übrigen drei bis fünf Jahre.

  • New South Wales: fünf Jahre
  • Victoria, Queensland, Tasmania, ACT und Northern Territory: drei Jahre
  • Western Australia und South Australia: kein Ablauf

Die Erneuerung ist in der Regel ein kurzer Auffrischer und nicht der volle Kurs. Für die meisten Working Holiday Maker überlebt das Zertifikat das Visum, es ist also eine einmalige Entscheidung und keine wiederkehrende Ausgabe.

Kannst du die Kosten zurückholen?

Ja, sofern der Kurs mit Arbeit zusammenhängt, die du in der Gastronomie bereits machst oder gerade aufnimmst. Die Gebühr ist eine berufsbezogene Fortbildungsausgabe und gehört mit aufbewahrter Quittung neben den Rest deiner Werbungskosten in deine Steuererklärung.

Die Feinheit liegt im Zeitpunkt. Ein Kurs für den Einstieg in eine Tätigkeit, die du noch nicht ausübst, ist schwerer zu begründen als einer während der Ausübung: Das RSA nach dem ersten Gastrojob ist sauberer als davor. Den allgemeinen Test behandelt unser Guide zu Werbungskosten für Working Holiday Maker.

Solltest du selbst dafür zahlen?

Frag, bevor du es tust. Eine nennenswerte Zahl von Betrieben übernimmt die Kurskosten bei der Einstellung, besonders größere Pub-Gruppen und Hotelketten. Zwei Tage vor einem Vorstellungsgespräch bei einem Betrieb zu zahlen, der gezahlt hätte, ist ein kleiner und vermeidbarer Verlust.

Zahlt der Arbeitgeber, ist es nicht deine Werbungskostenposition, weil du die Kosten nicht getragen hast; zahlst du und wirst später erstattet, ebenfalls nicht. Absetzbar ist nur, was du tatsächlich getragen hast, und dieser Grundsatz erwischt bei RSA- und White-Card-Gebühren mehr Leute als sonst irgendwo.

Was entscheidet, wie das für dich ausgeht?

Drei Tatsachen über deine Pläne, die du alle kennst, bevor du einen Kurs buchst. In welchem Bundesstaat du zuerst arbeiten wirst, denn das entscheidet Lehrplan und Karte. Ob du zwischen den Oststaaten wechselst, denn das entscheidet, ob du ein zweites brauchst. Und ob du bereits ein Gastro-Jobangebot hast, denn das entscheidet sowohl wer zahlt als auch ob der Abzug möglich ist.

Die praktische Routine ist unglamourös und sie funktioniert: die Karte des Bundesstaats machen, in dem du bist, das PDF auf dem Handy behalten, weil Betriebe am ersten Tag danach fragen, und die Quittung für die Erklärung aufheben.

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