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Jeder australische Lohnzettel sollte zeigen: Bruttolohn, einbehaltene Steuer (15 % für Working Holiday Maker mit hinterlegter TFN), Superbeitrag (12 % zusätzlich zum Brutto ab 1. Juli 2025) und Nettolohn (was auf deiner Bank landet).
Warum sind Lohnzettel wichtig für Working Holiday Maker?
Working Holiday Maker haben spezifische Steuer- und Superregeln:
- 15 %-Steuersatz (anders als Residenten)
- Super zu 12 % (dasselbe wie Residenten ab 1. Juli 2025)
- Working-Holiday-Maker-Bezeichnung in deiner Steuererklärung
- Medicare-Levy-Befreiung bei Beanspruchung
Dein Lohnzettel ist der Beleg dafür, dass dein Arbeitgeber diese Regeln korrekt anwendet. Wenn er das nicht tut, gehören zu den Konsequenzen unterbezahlte Super, falsche Steuereinbehaltung und Komplikationen bei der Steuererklärung.
Bewahre jeden Lohnzettel auf. Maile sie an dich selbst oder speichere sie in der Cloud. Du brauchst sie für:
- Deine jährliche Steuererklärung
- Deinen DASP-Superauszahlungsantrag
- Die Rückforderung unbezahlter Super
- Die Lösung von Streitigkeiten mit Arbeitgebern
Was zeigt der Bruttolohn?
Der Bruttolohn ist dein Gesamteinkommen vor allen Abzügen:
- Gearbeitete Stunden × Stundenlohn
- Plus Penalty Rates (Wochenende, Feiertage, Überstunden)
- Plus Zulagen (Uniform, Werkzeug, Reise)
- Plus eventuelle Boni oder Provisionen
Beispiel: 38 Stunden × 30 $/Stunde = 1.140 $ Bruttolohn
Prüfe diese Zahl zuerst. Wenn Stunden oder Satz falsch sind, wird alles andere auch falsch sein.
Was zeigt der PAYG-Steuereinbehalt?
PAYG = Pay As You Go. Die Steuer, die dein Arbeitgeber einbehält und ans ATO sendet:
- Für Working Holiday Maker mit hinterlegter TFN: 15 % vom Bruttolohn
- Sollte ungefähr 15 % deines Bruttobetrags sein
- Höher (30 % oder 45 %) → Formular wurde falsch ausgefüllt
Häufige Gründe für falschen Einbehalt:
- TFN Declaration-Formular noch nicht bearbeitet (45 %)
- Arbeitgeber nicht als Working-Holiday-Maker-Arbeitgeber registriert (30 %)
- Falscher Residenzstatus auf dem Formular gewählt
- Freibetrag fälschlich beansprucht (zu wenig einbehalten → zukünftige Steuerschuld)
Wenn dein Satz falsch aussieht, kontaktiere unser Team und wir prüfen.
Was zeigt die Super?
Super sollte als separate Position auf deinem Lohnzettel erscheinen:
- 12 % des Bruttoeinkommens (ab 1. Juli 2025)
- Zusätzlich zu deinem Lohn gezahlt, nicht abgezogen
- In deinen nominierten Superfonds gezahlt
- Reduziert nicht deinen Nettolohn
Wenn keine Super erscheint oder der Betrag unter 12 % ist, sprich es bei deinem Arbeitgeber an. Häufige Probleme:
- Überhaupt keine Super (illegal für alle Angestellten)
- Berechnet unter 12 % (Arbeitgeber nutzt alten Satz)
- Vierteljährlich statt monatlich gezahlt (legal, bedeutet aber, dass sie 3 Monate später in deinem Fonds erscheint)
- Falscher Fonds nominiert (Super geht irgendwohin, wo du nicht darauf zugreifen kannst)
Was zeigt der Nettolohn?
Nettolohn = Bruttolohn − einbehaltene Steuer:
- Das ist, was auf deinem Bankkonto ankommt
- Super reduziert den Nettolohn NICHT (sie wird separat gezahlt)
- Sollte mit dem übereinstimmen, was eingezahlt wurde
Beispiel: 1.140 $ Brutto − 171 $ Steuer (15 %) = 969 $ Nettolohn
Was ist mit Year to Date (YTD)-Zahlen?
Die meisten Lohnzettel enthalten kumulative YTD-Zahlen:
- YTD Bruttolohn (Gesamteinkommen dieses Steuerjahr)
- YTD einbehaltene Steuer
- YTD Super (falls gezeigt)
Nützlich für:
- Verfolgung deines Jahreseinkommens
- Schätzung deines Steuererklärungsergebnisses
- Prüfung gegen dein abschließendes Income Statement
Was solltest du in jedem Lohnzyklus prüfen?
Eine schnelle Lohnzettelcheckliste:
- ✓ Gearbeitete Stunden stimmen mit dem überein, was du tatsächlich gearbeitet hast
- ✓ Stundenlohn stimmt mit dem vereinbarten überein
- ✓ Bruttolohn = Stunden × Satz (plus eventuelle Extras)
- ✓ Einbehaltene Steuer ist ungefähr 15 %
- ✓ Super erscheint zu 12 % des Brutto
- ✓ Dein Name korrekt geschrieben
- ✓ Deine TFN erscheint auf dem Lohnzettel
- ✓ Nettolohn stimmt mit dem eingezahlten überein
Wenn etwas falsch aussieht, geh es sofort an statt bis zur Steuerzeit zu warten. Fehler vermehren sich mit der Zeit und werden später schwieriger zu beheben.
Was, wenn du keine Lohnzettel bekommst?
Das australische Recht verlangt, dass Lohnzettel innerhalb von 24 Stunden nach jeder Bezahlung ausgestellt werden:
- Kein Lohnzettel = dein Arbeitgeber verstößt gegen das Gesetz
- Andere Ansprüche könnten auch in Gefahr sein
- Führe eigene Aufzeichnungen als Belege
- Kontaktiere unser Team für Hilfe
Das ist eines der stärksten Anzeichen eines unzuverlässigen Arbeitgebers. Nimm die Aufzeichnungen, die du hast, und hol dir Rat zu nächsten Schritten.