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Arbeitsrechte·17 February 2025·3 Min. Lesezeit

Was ist der Fair Work Act und wie schützt er Working Holiday Maker?

Der Fair Work Act ist das wichtigste Arbeitsgesetz in Australien. Im Folgenden findest du deine Rechte als Working Holiday Maker.

3 Min. übrig
Schnelle Antwort

Der Fair Work Act 2009 ist Australiens wichtigstes Arbeitsgesetz. Er gilt für Working Holiday Maker genauso wie für australische Staatsbürger.

Was garantiert der Fair Work Act?

Der Act etabliert die National Employment Standards (NES), 11 Mindestansprüche, die für alle Angestellten unabhängig vom Visastatus gelten:

  1. Maximale wöchentliche Arbeitsstunden (38 Stunden plus angemessene Zusatzstunden)
  2. Recht, flexible Arbeitsvereinbarungen zu beantragen
  3. Elternzeitregelungen
  4. Jahresurlaub (4 Wochen pro Jahr für festangestellte Arbeitnehmer, Casual Loading anstelle dessen für Casuals)
  5. Persönlicher/Pflegeurlaub (10 Tage pro Jahr für festangestellte Arbeitnehmer)
  6. Gemeinschaftsdiensturlaub (Geschworenendienst, Rettungsdienstfreiwillige)
  7. Langdiensturlaub (Long Service Leave)
  8. Feiertage (bezahlt für festangestellte Arbeitnehmer, Penalty Rates bei Arbeit)
  9. Kündigungsfrist
  10. Abfindungszahlung (für qualifizierte Angestellte)
  11. Fair Work Information Statement (muss von Arbeitgebern bereitgestellt werden)

Plus das Recht, mindestens den nationalen Mindestlohn oder den geltenden Award-Satz zu erhalten.

Wie gelten die NES für Working Holiday Maker in der Praxis?

Für Backpacker sind die relevantesten Ansprüche:

  • Mindestlohn: 24,95 $/Stunde für festangestellte Arbeitnehmer, 31,19 $/Stunde für Casuals (ab 1. Juli 2025)
  • Feiertage: Penalty Rates von etwa 225 % beim Arbeiten, oder bezahlter Grundsatz beim Nichtarbeiten (nur festangestellt)
  • Kündigungsfrist: ordnungsgemäße Frist oder Zahlung statt Frist beim Ende der Anstellung
  • Maximale wöchentliche Stunden: Schutz davor, zu unangemessenen Zusatzstunden gezwungen zu werden
  • Award-Sätze: Die meisten Arbeiter sind durch einen Award abgedeckt mit Sätzen höher als das Minimum

Working Holiday Maker sammeln generell nicht genug Dienstzeit, um sich für Jahresurlaubsansprüche zu qualifizieren (du bräuchtest 12 Monate in einem Job), aber die Lohn- und Bedingungsschutzmaßnahmen gelten alle ab Tag eins.

Was ist der Fair Work Ombudsman?

Der Fair Work Ombudsman (FWO) ist die Regierungsbehörde, die für die Durchsetzung des Fair Work Act verantwortlich ist. Der FWO:

  • Untersucht Beschwerden von Arbeitnehmern
  • Vermittelt bei Streitigkeiten zwischen Angestellten und Arbeitgebern
  • Klagt gegen Arbeitgeber, die gegen den Act verstoßen
  • Stellt übersetzte Materialien für Wanderarbeiter bereit
  • Hat Kampagnen gegen Branchen mit häufiger Nichteinhaltung geführt

Wenn du glaubst, dass deine Rechte unter dem Fair Work Act verletzt werden, kontaktiere unser Team. Wir helfen Working Holiday Makern zu identifizieren, was ihnen zusteht, und das Thema über die richtigen Kanäle anzusprechen.

Beeinflusst eine Meldung eines Arbeitgebers dein Visum?

Nein. Die australische Regierung hat spezifische Schutzmaßnahmen für temporäre Visuminhaber, die Arbeitsplatzverletzungen melden:

  • Die Workplace-Justice-Visa-Regelung erlaubt temporären Visainhabern, in Australien zu bleiben, um eine Arbeitsplatzbeschwerde zu verfolgen
  • Dein Visastatus kann bei berechtigten Bedenken nicht gegen dich verwendet werden
  • Der FWO hat explizite Schutzmaßnahmen für migrante Arbeiter
  • Unterbezahlung oder unsichere Bedingungen zu melden ist dein Recht, nicht ein Risiko

Das heißt, du kannst Arbeitsplatzprobleme angehen, ohne Visafolgen zu fürchten. Wir helfen Working Holiday Makern regelmäßig, Beschwerden zu erheben, und haben viele erfolgreiche Ergebnisse gesehen.

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