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Eine Tax File Number (TFN) ist eine permanente Kennung, die vom ATO (australisches Finanzamt) ausgestellt wird. Unter australischem Datenschutzrecht hat nur eine begrenzte Liste von Organisationen das gesetzliche Recht, nach deiner TFN zu fragen.
Genau zu wissen, wer fragen darf und was damit gemacht werden darf, ist die einfachste Verteidigung gegen TFN-bezogenen Identitätsdiebstahl.
Wer darf gesetzlich nach deiner TFN fragen?
Die Privacy (Tax File Number) Rule beschränkt die TFN-Erhebung auf eine definierte Liste:
- Dein Arbeitgeber, sobald du angefangen hast zu arbeiten, auf einem TFN Declaration-Formular
- Banken und Finanzinstitute, um den korrekten Steuersatz auf Zinsen anzuwenden
- Superfonds, um dein Rentenkonto zu verwalten und zu identifizieren
- Registrierte Steueragenten, um Steuererklärungen einzureichen und ATO-Korrespondenz für dich zu verwalten
- Centrelink und Services Australia, falls du eine Behördenzahlung beanspruchst
- Das ATO selbst
Jede dieser Organisationen muss erklären, warum sie die TFN braucht, sie sicher speichern und nur für den genannten steuerbezogenen Zweck nutzen.
Wer darf nicht nach deiner TFN fragen?
Die Liste der Leute, die kein Recht auf deine TFN haben, ist viel länger. Dazu gehören:
- Vermieter oder Immobilienmakler (auch für Mietanträge)
- Telefon- oder Internetanbieter
- Versicherungen (außer für bestimmte steuerbezogene Produkte)
- Freunde, Hostelpersonal oder andere Backpacker
- Personalvermittlungen (der Arbeitgeber erhebt sie nach der Einstellung, nicht die Agentur)
- Jeder, der Steuerhilfe anbietet, aber keine registrierte Steueragentennummer (TAN) zeigen kann
Wenn eine TFN-Anfrage nicht von der Liste oben kommt, darfst du ablehnen. Eine Ablehnung ist keine Straftat und kann nicht als Grund genutzt werden, dir eine Leistung zu verweigern.
Wann darf ein Arbeitgeber nach deiner TFN fragen?
Ein Arbeitgeber darf nach deiner TFN erst fragen, nachdem du den Job angenommen hast und dein Onboarding-Papierkram ausfüllst. Die Anfrage kommt über ein TFN Declaration-Formular - ein Standard-ATO-Dokument. Der Arbeitgeber nutzt die TFN, um den korrekten Working-Holiday-Maker-Steuersatz von 15 % anzuwenden und dein Einkommen ans ATO zu melden. Er darf deine TFN nicht mit anderen Arbeitgebern, Personalvermittlungen oder Dritten teilen.
Wenn du noch nicht offiziell eingestellt bist und der Arbeitgeber oder Recruiter schon nach deiner TFN fragt, ist das ein Warnsignal. Siehe unseren Artikel zu dem TFN Declaration-Formular für Details, wie das Formular aussieht und wann du es ausfüllen sollst.
Welche Warnsignale deuten fast immer auf Betrug hin?
Der häufigste TFN-Betrug gegen Working Holiday Maker kommt durch Nachrichten wie diese:
- "Schick mir deine TFN und deinen Reisepass, ich reiche deine Steuererklärung für dich ein"
- "Schick mir deine TFN, ich prüfe, wie viel Super du hast"
- "Ich arbeite für einen Buchhalter, schick mir ein Foto deines Visums und deiner TFN"
- "Ich kann dir eine größere Rückzahlung holen, wenn du mir deine TFN schickst"
Keine dieser Anfragen ist legitim. Registrierte Steueragenten arbeiten nicht über anonyme Facebookkonten oder WhatsApp-Nummern, brauchen deine Kontopasswörter nicht und versprechen nie aufgeblähte Rückzahlungen, bevor sie dein tatsächliches Einkommen prüfen.
Wie verifizierst du einen Steueragenten, bevor du deine TFN teilst?
Jeder registrierte Steueragent in Australien hat eine Tax Agent Number (TAN), die im öffentlichen Tax-Practitioners-Board-Register aufgeführt ist. Bevor du deine TFN mit jemandem teilst, der Steuerdienste anbietet, verifiziere, dass seine TAN-Nummer aktuell ist. Wenn er dir keine TAN geben kann oder die Nummer nicht zum Geschäft passt, teile keine Dokumente.
Unser Service wird unter Aufsicht eines registrierten Steueragenten erbracht. Unsere TAN-Nummer ist öffentlich verifizierbar, und deine TFN wird über einen sicheren Steueragentenkanal behandelt statt über E-Mail oder Messaging-Apps.
Kontaktiere unser Team, um deine TFN unter Aufsicht eines registrierten Steueragenten zu beantragen oder Probleme mit einem bestehenden Antrag zu beheben.